Was kostet Hosting & Wartung einer Webseite wirklich?
Die laufenden Kosten einer KMU-Webseite liegen zwischen «fast nichts» und 100 € pro Monat – je nachdem, was du hostest und wer sich kümmert. Hier die ehrliche Aufschlüsselung, damit du weisst, wofür du zahlst.
«Und was kostet das dann monatlich?» ist die zweithäufigste Frage nach dem Preis der Seite selbst. Die Antwort ist ehrlich kompliziert, weil «Hosting» ein Sammelbegriff ist: Server, Domain, Mail, SSL, Updates, Backups, Sicherheit, kleine Änderungen. Ich zerlege das in Einzelposten – mit realistischen Preisen – und erkläre, wo der Unterschied zwischen einer WordPress-Seite auf einem Shared-Hosting und einer modern gebauten Seite in der Cloud liegt.
Die Einzelposten – was wirklich anfällt
- Domain: 10 €–20 € pro Jahr für .de; Sonderendungen wie .swiss oder .shop teurer.
- Business-Mail: 3 €–8 € pro Postfach und Monat (Zoho, IONOS, der Registrar).
- Hosting klassisch (Shared-Hosting für WordPress & Co.): 5 €–20 € pro Monat.
- Hosting modern (Cloud/CDN wie Vercel oder Netlify für statisch gebaute Seiten): für kleine Seiten oft 0 €, professionelle Tarife ab rund 20 € pro Monat.
- SSL-Zertifikat: heute kostenlos und automatisch – wer dafür extra verlangt, verkauft dir etwas Altes.
- Wartung: der unsichtbare Posten – Updates, Backups, Sicherheitsprüfung, kaputte Plugins, kleine Textänderungen. Als Zeit gerechnet 1–3 Stunden pro Monat bei WordPress, fast null bei statischen Seiten.
Klassisches Hosting vs. moderne Cloud – der eigentliche Unterschied
Eine WordPress-Seite ist ein kleines Programm mit Datenbank, das bei jedem Aufruf läuft. Das braucht einen Server, Updates für Kern, Theme und Plugins, Sicherheitspflege (WordPress ist das meistangegriffene System der Welt) und Backups, weil bei einem Update auch mal etwas bricht. Die Hostingkosten sind klein, die Pflege ist der Preis.
Eine modern gebaute Seite (wie ich sie baue: statisch generiert, auf einem globalen CDN ausgeliefert) hat zur Laufzeit keine Datenbank und keinen Admin-Login, den man hacken könnte. Sie lädt in Millisekunden, skaliert von selbst und braucht praktisch keine Wartung. Die Hostingkosten sind klein bis null – und die Pflege besteht aus Inhaltsänderungen, nicht aus Feuerwehreinsätzen.
Was Wartung wirklich bedeutet
- Updates: Sicherheitslücken schliessen, bevor sie ausgenutzt werden. Bei WordPress monatlich Pflicht; bei statischen Seiten ein Build-Thema, das du nicht siehst.
- Backups: nicht «gibt es irgendwo», sondern automatisch, versioniert, und jemand hat den Rückweg schon einmal geprobt.
- Monitoring: merkt jemand, wenn die Seite down ist oder das Formular nicht mehr sendet – bevor die Kundschaft es merkt?
- Kleine Änderungen: neue Öffnungszeiten, ein Teammitglied, ein Preis. Ohne Pflege veraltet jede Seite in sechs Monaten.
- Technik-Check: Ladezeit, Mobilansicht, strukturierte Daten, Sitemap, Indexierung – einmal pro Monat drüberschauen.
Was 19 €/Mt bei 99dev abdeckt
Hosting & Wartung ab 19 € pro Monat heisst bei mir: Hosting auf globalem CDN, SSL, Domain-Anbindung, Sicherheits- und Abhängigkeits-Updates, Backups, Monitoring, kleine Inhaltsänderungen per WhatsApp (fair use) und ein monatlicher Technik- und SEO-Check mit kurzem Bericht. Kein Abo-Zwang: Du kannst jederzeit kündigen und die Seite mitnehmen oder selbst hosten – der Code gehört dir.
Ehrlich dazugesagt: Wer eine WordPress-Seite mit zwanzig Plugins betreibt, ist damit nicht gemeint – dort kostet seriöse Wartung mehr, weil sie mehr Zeit frisst. Genau darum baue ich anders.
Rechenbeispiel über ein Jahr
- Selbst gehostete WordPress-Seite: Hosting 120 € + Domain 15 € + Mail 60 € + Wartung 12–36 Stunden eigene Zeit (oder 600 €–1800 € extern) = 195 € plus Zeit.
- Baukasten-Abo: 180 €–420 € + Domain + Mail = 250 €–500 €, Wartung inklusive, dafür Vorlagen-Grenzen und Miete statt Eigentum.
- 99dev Hosting & Wartung: 228 € + Domain 15 € + Mail = rund 303 €, alles betreut, Seite gehört dir.
Mail gehört dazu – und wird am häufigsten vergessen
Eine Webseite ohne passende Mailadresse wirkt halbfertig, und eine Mailadresse ohne saubere Einrichtung landet im Spam. Zur Wartung gehört darum auch das: ein Postfach name@deinedomain (Zoho, der Registrar oder ein lokaler Mailanbieter, 3 €–8 € pro Monat) und die drei DNS-Einträge, die Zustellbarkeit sichern – SPF, DKIM und DMARC. Du musst die Abkürzungen nicht verstehen; du musst nur wissen, dass sie gesetzt sein müssen, damit deine Offerten ankommen. Das richte ich beim Go-Live mit ein.
Sicherheit: was realistisch passiert
Die typische kleine Seite wird nicht von Hackern «angegriffen», sondern automatisch abgeklappert: Bots probieren bekannte Lücken in veralteten WordPress-Plugins, stopfen Kontaktformulare mit Spam voll, versuchen Logins. Gegenmittel sind unspektakulär: keine Angriffsfläche (statisch gebaute Seite ohne öffentlichen Admin-Login), Updates der wenigen Abhängigkeiten, Spam-Schutz am Formular ohne Captcha-Folter, https überall, und ein Backup, das man zurückspielen kann. Genau das steckt im Wort «Wartung».
Fünf Fragen, die du jedem Hosting-Angebot stellen solltest
- Was genau ist drin – nur Server, oder auch Updates, Backups, Monitoring und Änderungen?
- Wer hat die Zugänge (Domain, Hosting, Mail), und bekomme ich sie jederzeit?
- Gehört mir der Code, und kann ich ihn mitnehmen, wenn ich kündige?
- Wie schnell lädt die Seite auf dem Handy – gemessen, nicht versprochen?
- Was passiert bei einem Ausfall oder Hack – wer merkt es, wer behebt es, in welcher Zeit?
Checkliste für den Anbieterwechsel
- Wem gehört die Domain, und hast du Zugang zum Registrar? Ohne das geht nichts.
- Liegt der Code der Seite als Paket vor – oder nur als Export aus einem Baukasten?
- Mailpostfächer: Wo liegen sie, wie werden sie umgezogen, ohne dass Mails verloren gehen?
- DNS-Einträge vor dem Wechsel sichern (A, CNAME, MX, TXT) – die sind schnell vergessen.
- Übergangszeit planen: DNS-Umstellung dauert Minuten bis Stunden, Mail-Umzug gern einen halben Tag.
- Erst testen (Formular, Mail, SSL, alle Seiten), dann alten Anbieter kündigen.
Wann du Hosting & Wartung nicht brauchst
Wenn du technisch fit bist, deine Seite selbst deployen magst und Updates als Hobby betreibst – dann nimm den Code (bekommst du von mir als Paket) und hoste selbst. Ich sage das ohne Hintergedanken: Lieber ein Kunde, der zufrieden selbst hostet, als einer, der ein Abo zahlt, das er nicht braucht. Und wer später doch Hilfe will, kann jederzeit zurück – die Seite ist ja dieselbe.
Häufige Fragen
Was passiert, wenn ich Hosting & Wartung kündige?
Du bekommst den kompletten Code als Paket und kannst ihn überall hosten; die Domain bleibt deine. Die Seite läuft weiter – nur Updates, Backups, Monitoring und Änderungen machst du dann selbst.
Sind Hosting-Kosten bei statischen Seiten wirklich fast null?
Für die meisten KMU-Seiten ja – die Free- oder Einstiegstarife moderner Cloud-Anbieter reichen problemlos. Kosten entstehen erst bei sehr viel Traffic, Formular-/Shop-Logik oder wenn jemand das Ganze betreut – das ist der Wartungsanteil.
Brauche ich Backups, wenn die Seite statisch ist?
Ja, aber anders: Der Quellcode liegt versioniert in einem Repository, jeder Stand lässt sich wiederherstellen. Bei Shops und Formularen kommen Datenbank-Backups dazu – das ist bei mir Teil der Wartung.
Warum ist Hosting bei Agenturen oft so teuer?
50 €–150 € pro Monat sind üblich, weil Agenturen Wartungszeit, Account-Management und Marge einrechnen – und weil WordPress-Setups diese Zeit tatsächlich brauchen. Wer modern baut, kann das günstiger anbieten, ohne schlechter zu sein.
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